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Atemtrainer

Der Atemtrainer – gut für Ihre Lunge, gut für Ihre Gesundheit

Ihr Arzt hat Ihnen einen Atemtrainer empfohlen – und vielleicht fragen Sie sich gerade: Was ist das überhaupt, wie funktioniert es, und was bringt es mir? Diese Seite beantwortet Ihre Fragen verständlich und ehrlich.

Atemtraining klingt aufwendig – ist es aber nicht. Schon wenige Minuten täglich können einen spürbaren Unterschied machen. Viele unserer Patientinnen und Patienten berichten, dass sie sich nach wenigen Wochen merklich freier und kräftiger fühlen. Sie können das auch.

Warum ist Atemtraining wichtig?

Die Lunge ist ein ausdauerndes Organ – aber auch sie braucht manchmal Unterstützung. Bei verschiedenen Erkrankungen der Atemwege kann die Atemmuskulatur geschwächt werden oder die Lunge verliert an Kapazität. Die Folge: Man fühlt sich schnell erschöpft, bekommt bei Belastung schlecht Luft, und alltägliche Dinge fallen schwerer.

Typische Erkrankungen, bei denen ein Atemtrainer eingesetzt wird, sind unter anderem:

  • COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) – die Atemwege sind dauerhaft verengt
  • Asthma bronchiale – anfallsartige Atemnot durch Verengung der Bronchien
  • Chronische Bronchitis – anhaltende Entzündung der Bronchien
  • Lungenfibrose – Bindegewebsvermehrung in der Lunge, die das Atmen erschwert
  • Zustände nach Operationen – z. B. nach Herzoperationen oder langen Krankenhausaufenthalten
  • Mukoviszidose – zähflüssiger Schleim verstopft die Atemwege
  • Schwächung der Atemmuskulatur – z. B. nach schwerer Erkrankung oder langer Bettlägerigkeit

In all diesen Fällen kann gezieltes Atemtraining helfen, die Lungenfunktion zu verbessern, den Schleim zu lösen und die Atemmuskulatur zu stärken.

Die zwei Arten von Atemtrainern

Es gibt zwei grundlegende Typen von Atemtrainern – je nachdem, welcher Teil des Atemvorgangs trainiert werden soll.

1. Der Inspirationstrainer – für eine stärkere Einatmung

📷 Foto Inspirationstrainer – Platzhalter

Dieser Atemtrainer wird beim Einatmen eingesetzt. Er erzeugt beim Einziehen der Luft einen leichten Widerstand, gegen den Sie atmen müssen. Das klingt anstrengend – ist aber genau der Punkt: Wie beim Sport trainieren Sie dabei Ihre Atemmuskulatur und erhöhen schrittweise Ihre Lungenkapazität.

Wofür wird er eingesetzt?

  • Stärkung der Einatemmuskulatur bei COPD und Asthma
  • Wiederaufbau der Lungenkapazität nach Operationen oder Bettlägerigkeit
  • Vorbeugung von Lungenkomplikationen nach großen Eingriffen

Wie benutzt man ihn?
Sie setzen das Mundstück an und atmen langsam und gleichmäßig ein, bis eine Kugel oder ein Kolben im Gerät auf eine markierte Zielmarke steigt. Dann kurz halten, langsam ausatmen – und wiederholen. Ihr Arzt oder Ihre Pflegefachkraft zeigt Ihnen den genauen Widerstand und die empfohlene Übungsanzahl.

2. Der Exspirationstrainer – für eine stärkere Ausatmung

📷 Foto Exspirationstrainer – Platzhalter

Dieser Atemtrainer wird beim Ausatmen eingesetzt. Viele Menschen denken, Atemnot entsteht nur beim Einatmen – aber gerade bei Erkrankungen wie COPD fällt oft auch das Ausatmen schwer. Außerdem hilft ein guter Ausatem-Druck dabei, Schleim aus den Atemwegen zu lösen und abzuhusten.

Wofür wird er eingesetzt?

  • Lösen und Abhusten von Schleim bei chronischer Bronchitis oder Mukoviszidose
  • Stärkung der Ausatemmuskulatur
  • Verbesserung der Hustenfähigkeit, z. B. nach Operationen

Wie benutzt man ihn?
Sie setzen das Mundstück an, atmen ruhig ein und blasen dann langsam gegen den Widerstand des Geräts aus. Das erzeugt einen leichten Gegendruck in den Atemwegen, der den Schleim lockert und den Ausatemfluss verbessert. Manche Geräte erzeugen dabei auch eine leichte Vibration – das ist gewollt und hilft zusätzlich beim Lösen des Schleims.

Wie oft und wie lange?

Das hängt von Ihrer Erkrankung und Ihrem persönlichen Therapieplan ab. Als allgemeine Orientierung empfehlen viele Ärzte und Physiotherapeuten:

  • 2–3 Mal täglich, jeweils 10–15 Minuten
  • Am besten zu festen Tageszeiten, z. B. morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen
  • Nicht direkt nach einer Mahlzeit üben
  • Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität – lieber täglich kurz als selten lang

Sprechen Sie bitte immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Pflegefachkraft über die für Sie passende Einstellung und Übungsfrequenz. Wir beraten Sie auch gerne direkt.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist die Benutzung des Atemtrainers anstrengend oder schmerzhaft?

Nein – der Atemtrainer soll Sie fordern, aber nicht überfordern. Sie sollten spüren, dass Sie arbeiten, aber keine Schmerzen haben. Wenn Ihnen nach dem Training schwindelig ist oder Sie sich sehr erschöpft fühlen, sollten Sie den Widerstand reduzieren und Ihren Arzt informieren.

Wann werde ich eine Verbesserung merken?

Das ist individuell verschieden. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie nach 2–4 Wochen regelmäßigen Trainings eine spürbare Verbesserung merken – zum Beispiel weniger Atemnot bei Belastung oder leichteres Abhusten. Voraussetzung ist eine konsequente, tägliche Anwendung.

Wie reinige ich das Gerät?

Reinigen Sie Mundstück und die auswechselbaren Teile täglich mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Lassen Sie alles gut trocknen, bevor Sie es wieder verwenden. Die genaue Reinigungsanleitung entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung Ihres Geräts. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Kann ich den Atemtrainer auch unterwegs benutzen?

Ja – Atemtrainer sind kompakt, handlich und benötigen keine Stromversorgung. Sie können das Gerät problemlos auf Reisen, zur Arbeit oder ins Wartezimmer mitnehmen.

Muss ich das Gerät irgendwann ersetzen?

Ja. Atemtrainer sind in der Regel Hilfsmittel für den persönlichen Gebrauch und sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden. Je nach Gerät und Nutzung empfiehlt sich ein Austausch nach einigen Monaten. Ihr Arzt oder unsere Versorgungsfachkräfte beraten Sie gern zu Ersatz und Folgeversorgung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

In vielen Fällen ja – wenn das Gerät ärztlich verordnet wurde. Ob und in welchem Umfang Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt, klären wir gerne gemeinsam mit Ihnen. Sprechen Sie uns einfach an.

Was tue ich, wenn ich nicht sicher bin, ob ich das Gerät richtig anwende?

Bitte zögern Sie nicht, uns anzurufen oder eine Einweisung zu vereinbaren. Eine korrekte Anwendung ist entscheidend für den Erfolg des Trainings – und wir nehmen uns die Zeit, Ihnen alles in Ruhe zu erklären.

Critical Care – mehr als Atemtrainer

Der Atemtrainer ist oft nur der erste Schritt. Sollten Sie künftig weitere Unterstützung benötigen, sind wir Ihr Ansprechpartner – für alles rund um die Versorgung zu Hause. Wir koordinieren direkt mit Ihrer Krankenkasse und Ihrem Arzt, sodass Sie sich um möglichst wenig kümmern müssen.

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Alles, was Sie für Ihre Versorgung zu Hause benötigen

Der Atemtrainer ist oft nur der erste Schritt. Sollten Sie künftig weitere Unterstützung benötigen, sind wir Ihr Ansprechpartner – für alles rund um die Versorgung zu Hause. Wir koordinieren direkt mit Ihrer Krankenkasse und Ihrem Arzt, sodass Sie sich um möglichst wenig kümmern müssen.

Noch Fragen? Wir sind für Sie da.

Unser Team berät Sie persönlich – ob zur Auswahl des richtigen Geräts, zur korrekten Anwendung, zu Zuzahlungen oder zu weiteren Versorgungsleistungen.

Rufen Sie uns an oder besuchen Sie uns im Internet – wir freuen uns darauf, Sie auch in Zukunft begleiten zu dürfen.

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